Die Geschichte der Firstbahn in Grindelwald reicht bis in die 1930er Jahre zurück. Ursprünglich war der Bau einer Standseilbahn geplant, doch diese Idee wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die Generalmobilmachung der Schweiz gestoppt. Während des Krieges entwickelte die Ludwig von Roll’schen Eisenwerke AG ein neues System für Bergbahnen, das später zur Grundlage für die Sesselbahn wurde.
Nach dem Krieg begann der Bau der Sesselbahn. Die Konzession dafür wurde im September 1946 erteilt, und die Arbeiten schritten schnell voran. Im Dezember 1946 wurden die ersten beiden Sektionen, Grindelwald-Oberhaus und Oberhaus-Bort, fertiggestellt. Weitere Sektionen, Bort-Egg und Egg-First, folgten Anfang 1947. Die offizielle Einweihung fand im Juni 1947 statt.
Die erste Sesselbahn stiess aufgrund ihrer Pionierrolle auf verschiedene technische Herausforderungen, darunter Verschleiss und Terrainrutschungen, die durch innovative Lösungen wie verschiebbare Stahlmasten gemeistert wurden. In den 1980er Jahren wurde ein umfassendes Ausbaukonzept entwickelt, das schliesslich zur Erneuerung der Anlage führte. Die Bauarbeiten für die neue 6er-Gondelbahn begannen im Juni 1990, und bereits im November 1991 wurde die moderne Gondelbahn in Betrieb genommen.
Die heutige Firstbahn (Stand 2024), die aus Sechsergondeln besteht und bis zu 1200 Personen pro Stunde transportieren kann, verbindet Grindelwald mit Bort, Schreckfeld und First. Sie hat sich zu einem wichtigen Bestandteil des Tourismus in der Region entwickelt und bietet zahlreiche Ganzjahresattraktionen wie den First Cliff Walk, First View, den First Flieger, den First Glider sowie Mountain Carts und Trottibikes im Sommer.