Land Art Festival Grindelwald

Ganzer Sommer

Das Land Art Festival ist ein traditionsreicher Anlass, welcher bereits von 1999 bis 2018 in Grindelwald stattgefunden hat. Seit 2023 wird der Event durch Grindelwald Tourismus organisiert. Nationale und internationale Künstler:innen reisen nach Grindelwald und erschaffen im Wald unterhalb des Hotels Wetterhorn Kunstwerke aus vorgefundenen Naturmaterialien.

Land Art 2026 Die Kunstwerke wurden vom 08. bis 13. Juni 2026 geschaffen und bleiben während des gesamten Sommers frei zugänglich und ausgeschildert.
Nächste Ausgabe Das nächste Land Art findet vom 31.05. - 05.06.2027 statt.
Ausstellungsort Im Wald unterhalb des Wetterhorn-Parkplatzes | Anreise mit Bus 121 ab «Grindelwald, Bahnhof» bis «Oberer Gletscher»
Eintritt Kostenlos
Thema Für die Ausgabe 2026 wurde bewusst kein Thema vorgegeben. Die Werke entstanden unter Einbezug der natürlichen Gegebenheiten der Bergwelt. Gearbeitet wurde mit einfachem Werkzeug und ausschliesslich mit Materialien, die sich im Laufe der Zeit wieder in die Natur integrieren.

Anreise & Ausstellungsort

Erstmals entstehen die Kunstwerke in diesem Jahr im Wald unterhalb des Hotels Wetterhorn. Entlang des Wanderwegs «Im Brendli» können Besucherinnen und Besucher die vergänglichen Werke aus Naturmaterialien während des ganzen Sommers individuell entdecken. Die Anreise erfolgt mit dem Bus 121 ab «Grindelwald, Bahnhof» bis zur Station «Oberer Gletscher». Ab dort ist der Weg zu den Kunstwerken ausgeschildert. Bei der Station steht zudem eine limitierte Anzahl Parkplätze zur Verfügung. Zur Navigation via Google Maps.

Publikumswettbewerb

Nehme am Publikumswettbewerb teil:

  • Bewundere die Naturkunstobjekte
  • Stimme über untenstehenden Link für dein Lieblings-Team ab
  • Gewinne bei der Verlosung einen tollen Preis.

Der Wettbewerb läuft bis zum 30.09.2026. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Kunstwerke 2026

Vom 08. bis 12. Juni erschufen elf Teams im Rahmen des Land Art Festivals verschiedene Naturkunstobjekte im Gebiet «im Brendli» in Grindelwald. Die Objekte bleiben während des ganzen Sommers ausgeschildert und frei zugänglich. Die vergängliche Kunst wird nicht zurückgebaut, sondern der Natur überlassen.

ATMO-SPHERE

Inge Lager und Brigitta Backhaus | Aus gefundenen Fichtenzweigen der näheren Umgebung haben wir eine grosse Kugel erschaffen. Wir haben den Ästen durch unser Wirken eine Form gegeben und ihnen dadurch neues Leben eingehaucht (atmos – Atem, Hauch / sphaira – Kugel). Kugeln stehen für Harmonie und Ausgeglichenheit, die Atmoshpäre, welche die Stimmung dieses Ortes in der Natur für uns ausmacht.

AS ABOVE, SO BELOW

Jean-Louis Müller und Julie Verschelde | Eine aus natürlichen Materialien geflochtene Verbindung zwischen zwei lebenden Bäumen, die erforscht, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Was wir über der Erde sehen, ist nur ein Teil einer grösseren Wirklichkeit. Unter unseren Füssen bilden Wurzeln und Pilznetzwerke verborgene Verbindungen, die jene der sichtbaren Welt widerspiegeln. Das Werk thematisiert, wie unsere Wahrnehmung sowohl von dem geprägt wird, was sichtbar ist, als auch von dem, was im Verborgenen bleibt. Wie oben, so unten lädt dazu ein, das Leben als ein zusammenhängendes Ganzes zu betrachten, in dem sich Sichtbares und Unsichtbares fortwährend gegenseitig spiegeln.

LET ME GROW SO I CAN GUIDE YOU

Mark Antony and Rebecca Ford | Das gemeinsame Auftreten von zwei Vögeln kann für Gleichgewicht, Harmonie und Wandel stehen. Einer aktuellen Studie zufolge sind die Bestände von Zugvögeln gefährdet, da die Insektenpopulationen in Mitteleuropa in den vergangenen 27 Jahren um rund 75 % zurückgegangen sind. Hauptursachen dafür sind der Verlust natürlicher Lebensräume sowie moderne landwirtschaftliche Bewirtschaftungsmethoden.

MAGIC CARPET

Sally Ducrow und Walter Fischer | Wenn wir uns in der Natur aufhalten, kann unsere Fantasie Flügel bekommen. Um dies zu symbolisieren, haben wir einen fliegenden Teppich geschaffen, der gerade im Begriff ist abzuheben und davonzufliegen – wer weiss wohin?

REVIVISCENTIA

Molby und Mario Battisti | Die Inspiration für diese Installation entstand unmittelbar aus dem Ort selbst. Das Gelände war zuvor ein Ablagerungsort für organisches Waldmaterial. Aus diesen Überresten erhebt sich die Figur einer schwangeren Frau und tritt erneut ans Licht. Die menschliche Gestalt lädt uns dazu ein, uns schöpferisch neu zu erfinden und wieder aufzurichten – selbst dann, wenn die Welt um uns herum verlassen und hoffnungslos erscheint. Sie erinnert uns daran, dass selbst das Unscheinbarste und scheinbar Wertlose das Potenzial in sich trägt, zu einer neuen Möglichkeit zu werden. Der Baum, der in die Installation integriert wurde und ebenfalls als Abfall mitten im Wald entsorgt worden war, verkörpert dieses Prinzip auf eindrückliche Weise. Er ist ein lebendiges Beispiel für Reviviszenz – die Fähigkeit der Natur, nach Zeiten des Verfalls oder der Ruhe wieder zu neuem Leben zu erwachen.

DAS GANZE DER TEILE

Sarah Hillebrecht und Georg Mann | Viele Teile. Ein Objekt. Aus Scheiben eines Birkenstamms entsteht ein schwebendes Geflecht. Gefärb mit Randensaft, verbunden durch einfache Steckverbindungen. Die Arbeit erinnert an ökologische Systeme, in denen jedes einzelne Teil wesentlich ist. Die Wolke erscheint dabei als uraltes und zugliech hochmodernes Symbol: am Himmel, in unseren digitalen Netzwerken und in den unsichtbaren Verbindungen zwischen Lebewesen.

ENDLOS VERDREHT

Valerie Schürch und Ivo Moosberger | An der Schwarzen Lütschine sammeln wir Weidenruten, verdrehen sie zu Ringen und fügen sie zu einer luftigen Struktur zusammen. So entstehen organische Säulen, die an die Gerippe alter Bäume erinnern. Eine LandArt-Installation, die mit jungen, biegsamen Zweigen alte, längst vergangene Baumgestalten symbolisiert – und damit das zentrale Thema der LandArt erfahrbar macht: die Vergänglichkeit.

IL RESTERA DE TOI CE QUE TU AS DONNÉ

Yann-Marie Coulombez und Irène Collaud | Nach einer Reise durch Fels und Erde tritt das Alpenwasser wieder an die Oberfläche. Wie dieses Wasser ergießt sich die Installation aus geflochtener Weide kaskadenartig, verzweigt sich in Mäandern, streift das Ufer eines Teiches und setzt ihren Lauf talwärts fort – im Einklang mit dem Wasserkreislauf. In einer alpinen Landschaft, in der sich die Gletscher nach und nach zurückziehen, bilden Feuchtgebiete ein wesentliches Bindeglied: Sie nehmen Wasser auf, verlangsamen seinen Fluss, reinigen es und verteilen es weiter. Ohne sie verarmt die Biodiversität, Hochwasserereignisse nehmen zu und die Böden trocknen aus. Auf seinem gesamten Weg hört das Wasser nie auf, allem Lebendigen etwas zu geben – in einem stillen und großzügigen Austausch. Oft unsichtbar, aber stets unverzichtbar. Die Weide an diesem Ort zu flechten wird so zu einer zugleich künstlerischen und hydrologischen Geste – einer Möglichkeit, sichtbar zu machen, was unter unseren Füßen dafür sorgt, dass die Landschaft lebendig bleibt: aufzunehmen, zu verwandeln und weiterzugeben.

MOOSLAND

Yvonne Christen Vágner und Jan Vágner | Im Wald einen Ort finden der einem Ruhe und Geborgenheit gibt. Der Wald als Ursprung von Zuhause sein. Alle diese moosigen, morschen Stämme mit kleinen Pflanzensprösslingen, haben wir von der näheren Waldumgebung an diesen Standort gebracht. Eine neue Pflanzengemeinschaft? Hier können die kleinen Pflanzen und Bäume aus dem Moos ihre Wurzeln schlagen und weiter wachsen.

WEAVING THE WORLD'S MANE (WATER SPIRIT)

Onongua Enkhtur und Ulziibat Enkhtur | Weaving the World’s Mane (Water Spirit) setzt die Auseinandersetzung der Werkreihe mit den Beziehungen zwischen Wald, Bergen und Wasser fort. In diesem Werk zeigt sich die Energie des Flusses in einer ruhigen und kontemplativen Form. Sanft fliesst sie zwischen Wald und Berglandschaft hindurch. Water Spirit steht für einen stillen Prozess des Zusammenlebens und der Verwandlung und lädt die Betrachtenden dazu ein, die Landschaft als lebendige Präsenz zu erleben, die von den Rhythmen der Natur geprägt wird.

ANKOMMEN. VERWEILEN. WEITERGEHEN.

Heidi Bernet und Erwin Bernhard | Ankommen. Verweilen. Weitergehen.

Künstlerinnen und Künstler 2026

Elf verschiedene Künstlerteams kreierten während der Land Art-Woche ganz unterschiedliche Werke - erfahre hier mehr über die Hintergründe.

Inge Lager und Brigitta Backhaus | DE

Brigitta Backhaus aus Gummersbach / Deutschland studierte Kunst und Germanistik. Sie arbeitet mit pflanzlichen Materialien wie Zweigen oder Wurzeln und schafft daraus objekthafte Werke, die an Nester oder Gefäße erinnern sowie freie Formen. Seit 2015 gestaltet sie auch Landart-Installationen, die in der Natur verbleiben und wieder in den Kreislauf der Natur übergehen.

Inge Lager ist eine Flecht-Künstlerin aus Köln. Inspiriert von der Natur erschafft sie filigrane Objekte bis hin zu grossen Land Art-Skulpturen, die sich in die natürliche Umgebung einfügen.

Zur Webseite von Brigitta Bachhaus: www.brigittabackhaus-nurnatur.de
Zur Webseite von Inge Lager: www.intotheweave.de

Jean-Louis Müller und Julie Verschelde | BE

Jean-Louis Müller

Ich bin ein belgischer Künstler und Handwerker, der mit Weide und natürlichen Materialien arbeitet. Meine Arbeit ist geprägt von einer tiefen Verbindung zur Natur und einer Faszination für organisches Wachstum und Strukturen. Jede meiner Skulpturen wird von Hand geflochten und im Dialog mit der Landschaft geformt – geleitet von Wind, Rhythmus und Intuition.

Ich lebe nahe am Meer an der belgischen Küste, in einem selbstgebauten Wohnwagen, umgeben von Dünen, Wäldern und einem wachsenden Food-Forest-Projekt. Die meiste Zeit verbringe ich draußen – beim Weidenbiegen, Surfen, Formen erkunden und dabei, dem Material seinen eigenen Weg zeigen zu lassen.

Meine Arbeit mit Pflanzen begann Anfang zwanzig, zunächst in einer Baumschule und als Gärtner, bevor ich die Korbflechterei und die kreativen Möglichkeiten der Weide entdeckte. Die Grundlagen dieses Handwerks lernte ich bei einem Lehrer in den Niederlanden, der mich in das Wesen der Arbeit mit diesem lebendigen Material einführte. Diese Erfahrung eröffnete mir einen neuen Weg und prägt meine Herangehensweise bis heute.

Meine Inspiration stammt aus den Linien des Jugendstils, aus tribal geprägten Traditionen und der rohen Schönheit natürlicher Formen. Ich arbeite hauptsächlich mit lokal angebauter Weide von Familienbetrieben in Belgien und den Niederlanden. Für mich ist das Flechten ein meditativer Prozess – langsam, körperlich und ehrlich. Es ist eine Möglichkeit, Räume und Formen zu schaffen, die lebendig wirken, wo Handwerk, Natur und Vorstellungskraft aufeinandertreffen.

Mark Antony und Rebecca Ford | UK

Mark und Rebecca Ford schaffen zeichnerische, geflochtene Werke aus gefundenen und selbst gezogenen Naturmaterialien im Bereich der Umweltkunst-Installationen.
Im Jahr 2004 gründeten sie Two Circles Design, eine künstlerische Partnerschaft, die monumentale, geflochtene Umgebungen für den öffentlichen und privaten Raum realisiert. Diese surrealen Installationen und vieldeutigen Skulpturen umfassen ein breites Spektrum traditioneller Fertigkeiten und Techniken. Die geflochtenen Kunstwerke treten direkt in Beziehung zur Umwelt und entstehen als halbpermanente Skulpturen, inspiriert von Samen, Pflanzenformen und dem Potenzial aller Dinge.
Beide teilen ein starkes Interesse an Archäologie, Geografie und den Geheimnissen der natürlichen Welt und greifen dabei auf alte Traditionen und Techniken der Weidenflechterei sowie der Waldpflege zurück.


Mark und Rebecca stellen regelmässig beim Glastonbury Festival, beim European Land Art Festival in Schottland, beim Talamh Festival in Südirland sowie beim Llano Earth Art Festival in Texas (USA) aus. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen ein 13 Meter hoher Weidenmann auf der Butser Ancient Farm (ein lebendiges Museum), eine riesige geflochtene mythische Kreatur für Creation Sur Le Champs (Kanada) sowie das Periwinkle Shelter im RSPB Medmerry Naturreservat (Grossbritannien). Auftragsarbeiten realisierten sie unter anderem für den South Downs National Park (UK), den National Trust (UK), den District Council von Chichester, die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), die Royal Horticultural Society (RHS), die Modemarke Burberry, Arundel Wetlands (UK), die Biennale von Venedig (Italien), das Grange Opera House (UK) sowie Farley Farmhouse and Gallery (UK).
Sie arbeiteten zudem mit zahlreichen Schulen und Hochschulen zusammen, schufen geflochtene und vergängliche Kunstwerke und leiten weiterhin kreative Workshops mit Gemeinschaftsgruppen.
„Umweltkunst hat die Kraft, die Art und Weise zu verändern, wie wir die Welt wahrnehmen.“

Sally Ducrow und Walter Fischer | UK

Ich begann 1980 in London als professioneller Künstler zu arbeiten, zunächst als Maler und Grafiker, wandte mich jedoch bald der 3D-Assemblage und Collage zu. Ab 1985 verbrachte ich längere Zeit in Afrika, Asien, Polynesien und Australien, wo ich bei lokalen Künstlern lernen konnte, die mir Techniken der direkten Stein- und Holzbildhauerei sowie der Mosaikkunst vermittelten. Meine Reisen finanzierte ich hauptsächlich durch gelegentliche Arbeiten auf Schiffen.

Seit 1993 bin ich teilweise im Süden Frankreichs tätig, wo ich eingeladen wurde, in einem Bildhaueratelier zu arbeiten und meine Arbeiten in Stein und Holz weiterzuführen.

Im Jahr 2005 begann ich zudem, Installationen in der Landschaft zu realisieren, wobei ich natürliche und/oder recycelte Materialien verwende. Seither arbeite ich intensiv in diesem Bereich und nehme an Land-Art-Veranstaltungen in vielen europäischen Ländern teil.

Mein Teamkollege in Grindelwald, Walter Fischer, war viele Jahre als Yachtkapitän tätig und ist zudem ein hochqualifizierter Techniker und Holzhandwerker, der mich bei mehreren Projekten unterstützt hat.

Molby und Mario Battisti | IT

Francesco Lucatelli, bekannt als Molby, wurde 1977 in Carpineto Romano (Italien) geboren. Nach dem Besuch der Kunstakademie in Rom absolvierte er eine Ausbildung in Steinmetz Ornamentik und vertiefte sich in anatomische und proportionale Studien. Zwischen 2018 und 2023 sammelte er in Subsahara-Afrika Erfahrungen im Arbeiten mit Naturmaterialien und Lehmbau. Von 2020 bis 2024 nahm er an verschiedenen Kunstwettbewerben teil und realisierte Landart-Installationen, unter anderem bei Lugano sowie im Regionalpark Sirente-Velino. 2023 war er Artist in Residence bei Ledro LandArt und schuf dort Wood Spirit sowie Rinascita im Pinienwald von Cavareno (Trentino).

Sarah Hillebrecht und Georg Mann | DE

Georg Mann

Freischaffende Tätigkeit im Vogtland und in Halle/Saale
2020 - 2024 | Werkstattleitung an der HKD Burg Giebichenstein Halle, Fachgebiet Keramik/Kunst
2009 - 2011 | Meisterschlüler bei Prof. Bruno Raetsch
2002 - 2009 | Studium an der HKD Burg Giebichenstein Halle/Saale, Studiengang Bildhauerei bei Prof. Bernd Göbel, Abschluss Diplom 2009
1976 | Geboren in Vogtland


Sarah Hillebrecht

1971 | Geboren in Delmenhorst, Brd
1993 - 1996 | Ausbildung und Gesellenprüfung an der staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauerei Bischofsheim a. d. Rhön
2000 - 2005 | Studium und Diplom (bei Prof. Wolfgang Jonas) Integriertes Design an der Hochschule für Künste Bremen
2004 | Auslandssemester an der Unitec, University Auckland, Neuseeland (Prof. Allan McDonald)

Einzel- und Gruppenausstellungen, Stipendien, Symposien und Künstlerresidenzen im In- und Ausland (Dänemark, Finnland, Norwegen, Russland, Taiwan, Australien, Türkei, Schweiz, Frankreich, Spanien, Niederlande)

2021 | Andreas-Kunstpreis der Stadt St. Andreasberg für "ergebenheit"
2022 | Sculpture Performance "von angesicht zu angesicht" Schlossmediale Werdenberg, Schweiz
2023 | 1. Preis "kunst am wasser" Kriebstein, mittelsächsischer Kultursommer
2024 | Stipendium und Präsentation "ohne grund" Wilke-Atelier Bremerhaven
2025 | 2-monatiges Aufenthaltsstipendium Artbellwald, Schweiz

Valerie Schürch und Ivo Moosberger | CH

Valerie Schürch, 1973 in Bern geboren, lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt. Nach einer ersten Laufbahn als Geomatikerin und einer Ausbildung zur Kleinkinderzieherin ist sie heute in der Administration eines Geomatikbüros tätig. Als kreativen Ausgleich bietet sie Workshops in Bern und Umgebung an und leitet LandArt-Wochen in Schwedisch-Lappland. Saisonale Naturdekorationen sowie ihre Postkarten verkauft sie inzwischen an eine feste Kundschaft.

Seit über zehn Jahren widmet sie sich der LandArt. Die Natur, wo sie Kraft schöpfen kann – fernab von Zivilisation und Ablenkung – ist ihre wichtigste Inspirationsquelle. In dieser Ruhe entstehen ihre vergänglichen Werke: spontan, prozessorientiert und im Einklang mit dem Ort.

Web: www.landundart.com
Insta: valerie_schuerch und valerie_schuerch_naturdeko
Facebook: Valerie Schuerch

 

Ivo Moosberger, 1974 in Zug geboren, ist Grafiker, Künstler und Abenteurer. Schon früh faszinieren ihn die Formen, Farben und Muster der Natur. Seit 30 Jahren ist er draussen unterwegs und schafft vergängliche Naturkunst, die er fotografisch dokumentiert. Daraus entstanden Ausstellungen, Bücher und Karten. Durch seine Vortragsreihe «Naturschauspiele» wurde er schweizweit bekannt. Während seiner zehnmonatigen Wanderung kreuz und quer durch die Schweiz latschte er vier Paar Wanderschuhe bis auf die Innensohlen durch und verlor neun Kilogramm Körpergewicht. Auf abgelegenen Landstrichen entwickelte er sich zum (Über-)Lebenskünstler und schuf unterwegs vielfältige Naturkunstwerke.

Web: www.naturschauspieler.ch
Insta: ivomoosberger
Facebook: Ivo Moosberger

Yann-Marie Coulombez & Irène Collaud

Yann-Marie | FR

An der Grenze zwischen sichtbaren und unsichtbaren Welten suche ich nach verbindenden Linien.
Als atypische Autodidaktin, getragen von einem Impuls des Zuhörens und der Langsamkeit, arbeite ich mit pflanzlichen Fasern wie mit einem lebendigen Gedächtnis. In meinem Ansatz wird das Flechten zu einer Form aktiver Meditation, ein Dialog zwischen Mensch, Pflanze und Landschaft. Keine festgelegte Form – nur jene, die aus der Begegnung und dem direkten Kontakt mit dem Material entsteht.

Ich erforsche die Korbflechterei als eine Weise, die Welt zu bewohnen – eine bescheidene und zugleich kraftvolle Kunst, die das Intime mit dem Kollektiven verbindet, die Geste mit der Erde, das Ursprüngliche mit dem Zeitgenössischen. Ich arbeite mit dem, was das Gebiet hervorbringt, und mit dem, was wir allzu oft übersehen.
Ich versuche, Formen zu schaffen, in denen Mensch und Natur nicht länger als Gegensätze erscheinen.

 

Irène | CH

Für die Realisierung des in Grindelwald vorgeschlagenen Werks wird Yann-Marie von Irène begleitet.

Seit meiner Kindheit von den Bergen und den bäuerlichen Tätigkeiten geprägt, habe ich lange nach meinem Platz zwischen der inneren und der äußeren Welt gesucht. Von Reisen an die Grenzen der Welt bis zur Hüttenwartin in den Alpen hat sich mein Weg aus Horizonten und Begegnungen gewoben.

Heute erforsche ich die Verbindungen zwischen Natur und Innerlichkeit, zwischen Gehen und Meditation, zwischen Atem und Materie. Die Fasern begleiten mich – vom Löwenzahnstiel im Frühling bis zu den Waldreben im Winter. So durchschreite ich das Jahr im Dialog mit ihrer Geschmeidigkeit und Widerstandskraft, indem ich Materialien in Alltagsgegenstände verwandle. Behälter, die ersten Begleiter der Menschheit, zum Sammeln, Bewahren, Transportieren … und Teilen. Ich gehe im Rhythmus der Jahreszeiten voran, geleitet vom Wunsch, die Welt mit Einfachheit, Präsenz und Staunen zu bewohnen.

Zur Webseite von Yann-Marie: www.vannerie-yann-marie.fr
Zur Webseite von Irène: www.chemins-sauvages.ch

Yvonne Christen Vágner und Jan Vágner | CH

Yvonne Christen Vàgner (*1959, CH) besuchte in Luzern die Schule für Gestaltung (Bildhauerfachklasse) und in London die Camberwell Art School (Sculpture). Sie arbeitet im Bereich Installation, Bildhauerei, Objektkunst, Video und Landart. Sie erhielt verschiedene Atelierstipendien, unter anderem das Atelierstipendium der Stiftung Binz 39 in Zürich und das Art-Est Stipendium in Prag. 1996 wurde ihr der Förderbeitrag des Kantons Zug zugesprochen. Sie realisierte schon zahlreiche Projekte im In- und Ausland. Sie lebt und arbeitet in Zürich. Beim Land Art Festival Grindelwald wird sie tatkräftig von ihrem Partner Jan Vágner unterstützt.

Onongua Enkhtur und Ulziibat Enkhtur | MNG

Onongua Enkhtur (*1994), geboren in der Mongolei, arbeitet seit 2019 mit Fokus auf Land Art und Textilkunst. Ihr nomadischer Lebensstil und die enge Verbindung zur mongolischen Natur und Kultur prägen ihre Werke. Mit Techniken wie Stricken, Weben und Mixed Media setzt sie sich mit der Einfachheit und Authentizität der nomadischen Philosophie auseinander. Ulziibat Enkhtur ist eine mongolische Performance-Künstlerin mit Wohnsitz in der Schweiz. Ihre Arbeit umfasst Tanz, Gesang, visuelle Kunst und interaktive Performances. Sie ist Mitglied der von Onongua gegründeten Neg-Uudel-Gruppe und initiierte das „Essence Performance Art Project“, das interkulturelle Kunst an entlegene Orte bringt.

Heidi Bernet und Erwin Bernhard | CH

Heidi Bernet (* 1986, CH) hat in Gstaad (CH) ihre Ausbildung zur Floristin absolviert. Ihre Liebe zur Natur brachte sie zurück nach Grindelwald, wo sie erfolgreich während 10 Jahren ein Blumengeschäft führte. Die Kunst einer Floristin besteht darin, aus nichts ein Kunstwerk zu zaubern. Die Liebe zu den Blumen führte sie zur Landart. Aktuell stehen zwei Kinder in ihrem Lebenszentrum, die Leidenschaft zur Natur ist geblieben.

Erwin Bernhard (*1963, CH) ist Baumschulist und verwandelt als selbständiger Gartengestalter mit seinem kleinen Team seit 30 Jahren bestehende und neue Gärten in grüne Oasen. Sein landwirtschaftlicher Betrieb mit Wald wurde durch seine Leidenschaft für die Fauna und Flora zu einem Kleinod und einem Refugium für Vögel und Amphibien.

Als erfolgreiches Team haben Heidi Bernet und Erwin Bernhard an verschiedenen Landart-Festivals in der Schweiz und im Ausland teilgenommen, unter anderem in Grindelwald und Montreal.

Rückblick

Weitere Impressionen und Informationen zu den vergangenen Land Art Festivals und deren Kunstwerken in Grindelwald findest du in unserem Rückblick.

Unterstützer des Festivals

Herzlichen Dank an alle unsere Partner und Sponsoren, welche wesentlich zur Durchführung beitragen.

 


Goldsponsoren


 


Silbersponsoren

Silbersponsor
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Bronzesponsoren


 


Hotelsponsoren

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Gönner


 


Vernissage


 


Transport & Technik

Transportsponsor
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Techniksponsor

 

Impressionen

Apéro Land Art 2026